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Gesellschaftslehre

Premiere geglückt: Erste DELMUN als Kooperationsprojekt eröffnet

100 Delegierte aus drei Delmenhorster Schulen simulieren die Vereinten Nationen

Mit einer feierlichen Generalversammlung in der Mensa der IGS Delmenhorst ist am 7.10.2025 die erste DELMUN als schulübergreifendes Projekt gestartet. 100 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 9 bis 13 der IGS Delmenhorst, des Max-Planck-Gymnasiums und der BBS 1 kamen zusammen, um in den kommenden drei Tagen die Arbeit der Vereinten Nationen in fünf Komitees zu simulieren.

Monatelange Vorbereitung trägt Früchte

Die Veranstaltung ist das Ergebnis monatelanger Planung und Vorbereitung durch eine 20-köpfige Arbeitsgemeinschaft unter der Leitung von Herrn Mühlmeister und Frau Winkelmann. Von der Konzeption über die Organisation bis hin zum finalen Aufbau haben die Organisatorinnen und Organisatoren ein beeindruckendes Projekt auf die Beine gestellt, das bei der Eröffnung viel Lob erfuhr.

Hochkarätige Rednerinnen und Redner würdigen das Engagement

Die Eröffnungsfeier wurde durch Grußworte prominenter Gäste gerahmt, die das Engagement der jungen Menschen würdigten:

Oberbürgermeisterin Petra Gerlach gratulierte den Delegierten zur Gelegenheit, sich bereits in jungen Jahren mit der politischen Landschaft auseinanderzusetzen. Sie wünschte gute Erkenntnislagen und betonte, dass trotz unterschiedlicher Meinungen am Ende das aufeinander Zugehen zähle.

Herr Weber, Schulleiter der IGS Delmenhorst, hob den Wert des Engagements der Teilnehmenden hervor und zeigte sich überzeugt: „Ich bin mir sehr sicher, dass SIE einen Unterschied machen werden.“

Frau Wutschke, Schulleiterin des Max-Planck-Gymnasiums, machte deutlich, dass dieses Kooperationsprojekt kein Zufallsprodukt sei, sondern auf guter Planung, Kommunikation und den Erfahrungen aus vier Jahren MAXMUN beruhe: „Zwei Schulen, ein Gedanke, ein Ziel.“ Auch die Schulleitung der BBS 1 war zur Generalversammlung erschienen und unterstrich damit die Bedeutung dieser schulübergreifenden Zusammenarbeit.

Christian Suhr, Mitglied von Die Linke, knüpfte an das 80-jährige Jubiläum der Vereinten Nationen an und erinnerte daran, dass erfolgreiches politisches Handeln meist im Stillen verlaufe. Besonders eindringlich war seine Botschaft an die junge Generation: „Ihre Generation steht für die Hoffnung auf ein friedliches Miteinander.“

Diplomatische Perspektiven in der Generalversammlung

Bereits in der Eröffnungsveranstaltung präsentierten Delegierte Eröffnungsreden aus der Perspektive verschiedener Länder und zeigten damit die Vielfalt der Positionen, die in den kommenden Tagen diskutiert werden.

Ein Stück Delmenhorster Schulgeschichte

Die DELMUN markiert einen wichtigen Meilenstein in der schulischen Zusammenarbeit in Delmenhorst. Als Kooperationsprojekt dreier Schulen schreibt sie ein neues Kapitel in der lokalen Bildungslandschaft und bietet Schülerinnen und Schülern eine einzigartige Plattform, um internationale Politik hautnah zu erleben, diplomatische Fähigkeiten zu entwickeln und über Schulgrenzen hinweg zusammenzuarbeiten.

In den kommenden beiden Tagen werden die Delegierten in ihren Komitees zu wichtigen weltpolitischen Themen verhandeln, Resolutionen erarbeiten und dabei die komplexen Mechanismen internationaler Diplomatie kennenlernen.

OlMUN 2025: Ein Vierteljahrhundert diplomatischer Exzellenz

Mit über 800 Teilnehmenden aus verschiedenen Ländern ist die diesjährige Oldenburger Model United Nations (OlMUN) ein beeindruckendes Zeugnis internationaler Zusammenarbeit und jugendlichen Engagements. Unter dem Motto „A quarter of a century – from aspirations to reality“ kommen vom 03. bis zum 06. Juni junge Diplomatinnen und Diplomaten aus ganz Europa und darüber hinaus zusammen – sogar Delegationen aus Marokko und der Türkei sind vertreten.

Hochrangige Unterstützung für die UN-Simulation

Die Bedeutung der Veranstaltung wurde durch prominente Grußworte unterstrichen. Svenja Hahn, Mitglied des Europäischen Parlaments, betonte als Gastrednerin den nachhaltigen Wert der OlMUN und richtete einen eindringlichen Appell an die Teilnehmenden: „Make the world a better place. What you take away from here, will leave a mark on you.“

Auch Christine Wolff, Bürgermeisterin der Stadt Oldenburg, sowie Frau Streicher von Amnesty International und sogar António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen, fanden lobende Worte für die inspirierende Arbeit in dieser Simulation der Vereinten Nationen. Sie wünschten den jungen Delegierten „fruitful debates“, „new international contacts“ und „a life-changing experience“.

Internationale Diplomatie in zehn Komitees

In zehn englischsprachigen Komitees diskutieren die Teilnehmenden aktuelle weltpolitische Herausforderungen und entwickelten gemeinsam Lösungsansätze. Die Delegationen der IGS Delmenhorst und des Max-Planck-Gymnasiums reisten in diesem Jahr gemeinsam an und vertreten dabei die Länder Benin, Kroatien und Kasachstan.

Spontane Rede zeigt Engagement

Ein besonderer Moment ereignete sich bereits am ersten Tag: Xenia, eine der Teilnehmerinnen, ließ sich von der besonderen Atmosphäre der Eröffnungsveranstaltung mitreißen und hielt spontan eine Rede vor der Vollversammlung, in der sie den Wert gelungener Integration betonte – ein perfektes Beispiel für den Geist der OlMUN, der junge Menschen dazu ermutigt, ihre Stimme zu erheben und Verantwortung zu übernehmen.

Die OlMUN beweist einmal mehr, dass sie weit mehr ist als nur eine Simulation: Sie ist ein Ort, an dem internationale Verständigung gelebt wird und junge Menschen lernen, wie wichtig Dialog und Zusammenarbeit für eine friedlichere Welt sind.

Globalisierung hautnah erleben: Interaktive Ausstellung an der IGS Delmenhorst

Globalisierung hautnah erleben: Interaktive Ausstellung an der IGS Delmenhorst

An der IGS Delmenhorst haben Schülerinnen und Schüler des sprachlichen Schwerpunkts aus Jahrgang 13 mit ihrer Lehrkraft Frau Winkelmann eine Ausstellung zum Thema Globalisierung gestaltet. Mit Unterstützung der Bingo Umweltstiftung entstand vom 10. bis 21. März eine interaktive Präsentation, die Besucher zum Nachdenken und Mitmachen einlud. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 bis 13 besuchten die Ausstellung zahlreich und nahmen auch die angeleiteten Begehungen umfangreich an.

Vielfältige Einblicke in globale Themen

Die Ausstellung in der Pausenhalle bot mehr als nur klassische Informationstafeln. Zehn englischsprachige Themenschwerpunkte (siehe Foto) luden Einzelpersonen und Kleingruppen zum Entdecken ein. Neben Plakaten konnten Besucherinnen und Besucher auch Video- und Audiobeiträge erleben.

Drei Exponate stachen besonders heraus:

  • The Poker of Life: Ein Spiel, das spielerisch die globalen Einkommensunterschiede veranschaulichte. Es zeigte auf eindrucksvolle Weise, wie Menschen weltweit unterschiedlich hohe Einkommen haben und vor komplexen Entscheidungen stehen.
  • Klimawandel und Lebensräume: Eine interaktive Installation, die selbst jüngere Schülerinnen und Schüler faszinierte. Die Besucher konnten ein aus Kartons gestaltetes Zimmer mit verschiedenen Gegenständen ausstatten und so ihr eigenes Konsumverhalten kritisch reflektieren.
  • The SDG Game: Ein interaktives Zufallsspiel, bei dem Kleingruppen mit je drei Personen eine Informationskarte zu einem Land auswählten und aus der Perspektive dieses Landes Fragen beantworteten. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich so mit unterschiedlichen Perspektiven auseinander und entdeckten landesspezifische Positionen, z.B. zum Klimawandel. Die im Spiel verwendeten Würfel, auf denen die Fragen sowohl in deutscher, als auch in englischer Sprache abgedruckt sind, wurden mit freundlicher Unterstützung der Bingo Umweltstiftung angeschafft.

Die Schülerinnen und Schüler entwickelten im Rahmen des Projekts wichtige Fähigkeiten:

  • Globales Verständnis: Verknüpfung komplexer Themen wie Menschenrechte, Klimawandel, soziale Medien und Künstliche Intelligenz mit den UN-Nachhaltigkeitszielen
  • Sprachliche Kompetenz: Präsentation komplexer Themen auf Englisch und Entwicklung von Peer-to-Peer Kommunikationsfähigkeiten
  • Praktische Fähigkeiten: Konzeption und Gestaltung einer interaktiven Ausstellung, Entwicklung verschiedener Medienformate
  • Soft Skills: Projektmanagement, Teamarbeit und kreatives Problemlösen
  • Reflexive Kompetenz: Kritische Auseinandersetzung mit globalen Herausforderungen und Verständnis der eigenen Rolle in einer globalisierten Welt

Trotz des zeitlichen Aufwands wurde die Ausstellung von allen Beteiligten als äußerst sinnvoll und bereichernd bewertet. Sie zeigte eindrucksvoll, wie Globalisierung die Welt heute prägt und uns alle betrifft. Die Schülerinnen und Schüler gewannen umfangreiche Kenntnisse und empfehlen das Projekt ausdrücklich für künftige Kurse.

Der neunte Jahrgang setzt auf Demokratie und Erinnerungskultur

Am 07. Juni 2024 traf sich die Jugend aus Delmenhorst sowie Interessierte und viele Institutionen auf dem Nordwolle-Gelände, auf der Nacht der Jugend ganz nach dem Motto „Hinsehen – nicht wegschauen“ an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern und um ein Zeichen für Toleranz und Demokratie zu setzen. Die IGS war mit einem Stand des neunten Jahrgangs vertreten. Die Schüler*innen haben im Unterricht im Rahmen des Quartals „Demokratie und Ausgrenzung“ ihre eigenen Produkte der Erinnerung entworfen. Dabei wurde sowohl verschiedenen Opfergruppen des Nationalsozialismus wie z.B. jüdischen Menschen als auch Opfern rechtsextremer und diskriminierender Gewalt aus der jüngeren Vergangenheit gedacht. Als Beispiele hierfür sind die Anschläge in Hanau, in München und Lübeck zu nennen. Neben dem eigenen Stand konnten die Jugendlichen Konzerten lauschen, bei Angeboten mitmachen, sich über politische Parteien informieren und sich über eine VR-Brille in Anne Franks Versteck begeben. Es gab viele positive Rückmeldungen und es war eine gelungene Veranstaltung für alle Beteiligten. Die Mühen der vielen Vertreter*innen sollten im kommenden Jahr durch mehr Besucher*innen gewürdigt werden. Gerade in heutigen Zeiten ist es wichtig, die Werte der Demokratie hochzuhalten und zu verteidigen. Unsere Schüler*innen haben dazu einen Beitrag geleistet.

Navigating a New Age – Besuch der OlMUN 2024

In politisch und gesellschaftlich turbulenten Zeiten braucht es Mut für das Einstehen für Werte und Meinungen. Dass Verhandlungen über einen Konsens einerseits langwierig und anstrengend, andererseits aber auch die Grundlage für neue Bekanntschaften sein können, haben 11 Schüler:innen aus den Jahrgängen 10 und 12 nun selbst erleben dürfen. Vom 04.06. bis zum 07.06. nahmen sie an den Verhandlungen in verschiedenen Komitees, wie zum Beispiel der UNESCO, teil. Sie erfuhren so mehr über Prozesse der Vereinten Nationen, lauschten den Vorträgen der Delegationen auf der Verhandlungssprache Englisch und beteiligten sich am Austausch von Gerüchten.

Bereits in der Projektwoche bereiteten sich die Delegierten der IGS intensiv auf die gesellschaftliche und politische Lage der Länder, die sie repräsentieren würden, vor.

Seit bereits mehr als 20 Jahren findet die OlMUN, eine Simulation der Vereinten Nationen mit mehr als 700 Teilnehmenden in Oldenburg statt. David McAllister, der nun bereits zum dritten Mal Schirmherr der Konferenz war, bedankte sich für das Engagement der Organisatoren, vorrangig Schüler:innen und Student:innen, und nutzte die Gelegenheit, um an die anstehende Europawahl zu erinnern. Den Aufruf zur Beteiligung wiederholten auch Petra Averbeck (Bürgermeisterin der Stadt Oldenburg) und Jan-Christoph Oetjen (Vizepräsident des europäischen Parlaments), die beide als Gastredner zur Auftaktveranstaltung in der Weser-Ems-Halle eingeladen waren.

Gedenken an die Novemberpogrome vor 85 Jahren

Auch in diesem Jahr hat uns die jüdische Gemeinde zu Gedenkveranstaltungen anlässlich der Reichspogromnacht am 9. November eingeladen. Vormittags haben Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs stellvertretend für die gesamte IGS Delmenhorst an der Kranzniederlegung am jüdischen Friedhof teilgenommen. Mit weißen Rosen haben sie der im Nationalsozialismus verschleppten und ermordeten Jüdinnen und Juden gedacht.

Abends bei der Gedenkveranstaltung in der Synagoge haben zwei Schülerinnen die Gedenksprüche vorgetragen, die aus dem 10. Jahrgang heraus entstanden sind:

„Die IGS gedenkt mit allen Jüdinnen und Juden der Synagogen, die in der Reichspogromnacht angegriffen und zerstört wurden. Auch heute sind Synagogen wieder gefährdet, dabei hat uns die jüdische Gemeinschaft nichts getan.“

„Die IGS gedenkt mit allen Jüdinnen und Juden, weil sie Opfer der Reichspogromnacht geworden sind, doch sie sind stark vor JHWH. Für das dunkle Kapitel des Holocaust soll heute und in Zukunft eine helle Kerze als Zeichen der Hoffnung brennen.“

„Die IGS ist in Gedanken bei allen, die im Holocaust leiden mussten. Wir nehmen Anteil am Schmerz der hier versammelten Gemeinde und beten, dass so etwas nie wieder passiert. Wir treten dafür ein, dass in Zukunft niemand mehr wegen seiner Religion ausgegrenzt oder anders behandelt wird.“

„Die IGS gedenkt mit allen Jüdinnen und Juden der Opfer der Reichspogromnacht. Das Geschehene darf nie wieder passieren, nicht heute und nicht in Zukunft!“

„Die IGS steht an der Seite von Jüdinnen und Juden und tritt ein für ein freies Miteinander von Religionen und Weltanschauungen auf der Grundlage der Würde des Menschen. Wir sind entsetzt über Ausmaß und Brutalität der Terrorakte des 7. Oktobers und nehmen Anteil am neuerlichen unvorstellbaren Leid und Schmerz von Jüdinnen und Juden. Unsere Anteilnahme gilt gleichwohl allen zivilen Opfern, die die Bekämpfung der Hamas nach sich zieht, – israelischen wie palästinensischen. Wir hoffen, dass es zu einer Verständigung zwischen beiden Seiten kommen kann und ein friedliches Miteinander – so weit entfernt es heute auch erscheinen mag – eines Tages möglich wird.“

Auch damit bringen wir für unsere Schule unsere Anteilnahme am historischen und aktuellen Leid von Jüdinnen und Juden zum Ausdruck. Als Mitglied im Bündnis „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ treten wir für ein freies, gleichberechtigtes und gewaltfreies Miteinander ein.

Podiumsdiskussion zum Krieg

Schülerinnen und Schüler des zwölften Jahrgangs veranstalteten in unserer Mensa eine Podiumsdiskussion zum Thema „Krieg in der Ukraine“. Ziel der Veranstaltung, zu der Vertreter und Vertreterinnen mehrerer Parteien der Stadt sprachen, war es, Teilnehmende zum Mitdenken zu animieren. Federführend war hier der Politik-Leistungskurs unter der Leitung von Gunther Graf. Bilder der Veranstaltung sowie den Zeitungsartikel des Delmenhorster Kuriers findet ihr unter diesem Artikel.

Juniorwahl auch an der IGS Delmenhorst

Fast 300 Schüler*innen der IGS Delmenhorst nahmen bis vergangenen Freitag an der Juniorwahl teil. Initiiert vom Fachbereich Gesellschaftslehre durften Schüler*innen ab Jahrgang 9 unter Federführung der Politiklehrerin Tanja Sauer-Grahl wählen. Dabei wurde die Simulation der Wahl von einem Wahlhelferteam aus Schüler*innen beaufsichtigt und ausgewertet.

Die Wahl in Zahlen 

Wie bei der „echten“ Bundestagswahl hat auch bei den Schüler*innen der IGS Delmenhorst Susanne Mittag den Wahlkreis Delmenhorst gewonnen. Jedoch muss sie bei den Jugendlichen mit 32,1% Abstriche gegenüber dem vorläufigen amtlichen Endergebnis in Kauf nehmen. Im Rennen um den Wahlkreis Delmenhorst folgt bei der Juniorwahl nicht etwa Phillipp Albrecht von der CDU, sondern Christian Dürr, der immerhin 19,5% der Erststimmen der Schüler*innen für die FDP holen konnte.

Die Stärke der FDP ist einer der deutlichsten Unterschiede zwischen Bundestags- und Juniorwahl. So konnte die FDP unter den IGS-Schüler*innen gleichauf mit der SPD 23,3% der Erststimmen ergattern. DIE GRÜNEN erreichten ähnlich dem Bundesdurchschnitt unter den Schüler*innen 15%, während die CDU bei den Jugendlichen mit 13,2% noch unter ihrem schlechten Wahlergebnis der Bundestagswahl liegt. Die Linke schnitt mit 8% unter den Jugendlichen besser ab. Ebenso hätte DIE PARTEI mit einem Schülervotum von 5,2% den Einzug in den Bundestag erreicht. Alle anderen Parteien erreichten die 5% bei der Juniorwahl der IGS Delmenhorst nicht.

„Die Juniorwahl ist Bestandteil der Demokratieförderung im Rahmen von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage und zeigt mit der Wahl eines breiten Spektrums demokratischer Parteien ein starkes Demokratiebewusstsein unter unseren Schüler*innen“, zieht Stefan Züllich, Fachbereichsleiter für Gesellschaftslehre, eine positive Bilanz.

Wahlbeteiligung: 293 Stimmen (88,3%)

IGS-Schüler*innen im Dialog mit Irene Goldsmith

Irene Goldsmith sprach am Donnerstag, 15.07.21 in einer Videoschalte mit Schüler*innen der IGS Delmenhorst. Goldsmith ist Rechtsanwältin in New York und Tochter eines Holocaust-Überlebenden. Schüler*innen des 12. Jahrgangs haben sich mit ihr über Rassismus sowie Antisemitismus und dessen Folgen ausgetauscht. Die Schüler*innen konnten Fragen stellen, eigene Gedanken, Einstellungen und Perspektiven auf den Holocaust, den gesellschaftlichen Zusammenhalt heute sowie Chancen und Notwendigkeiten für eine Verbesserung des Miteinanders äußern. Sie folgten dem Dialog in englischer Sprache und einige Schüler*innen nutzten die Möglichkeit ihre Sprachkenntnisse aktiv einzusetzen. Wer seine Gedanken noch nicht in der Fremdsprache formulieren wollte, bekam Unterstützung durch die kompetente Übersetzung von Geschichts- und Englischlehrer André Hinrichs.

Goldsmith, deren Vater im Februar 1935 von Worpswede in die USA emigrierte, hat auch familiäre Wurzeln in Delmenhorst. Über die sehr persönliche Familiengeschichte von Goldsmith wurde begreifbar, dass die deutsche nationalsozialistische Vergangenheit Kreise bis in die Gegenwart zieht, aber auch Brücken über den großen Ozean schlägt. Goldsmiths Erlebnisse und Erfahrungen machen eindrücklich deutlich, dass sich die Vergangenheit in der Gegenwart fortsetzt und ein Dialog wie heute das Bewusstsein für eine Welt des Miteinanders schärfen kann. Damit wurde die Verbindung zur Situation der Jugendlichen heute herausgestellt. Die Schüler*innen schilderten ihre Sicht auf ein Miteinander verschiedener Kulturen in Deutschland und die notwendigen Schritte hierfür. Sie betonten die Bedeutung früher Erfahrungen mit unterschiedlichen Kulturen und Bräuchen, sei es in persönlichen Begegnungen oder in der Darstellung von unterschiedlichen Personen in Kinder- und Jugendbüchern. Dabei müsse immer der Grundsatz der gegenseitigen Akzeptanz und Anerkennung gelten. In diesem Sinne war die Veranstaltung ein gelungener Beitrag zu „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Der großartige Kontakt und intensive Dialog zwischen Schüler*innen der IGS Delmenhorst und Irene Goldsmith soll über die Veranstaltung hinaus fortgeführt und vertieft werden.

Ein Ausflug in die Steinzeit

Das aktuelle FiT-Quartal des fünften Jahrgangs beschäftigt sich mit dem geheimnisvollen Leben unserer Vorfahren. Wie lebten und aßen die Menschen in der Steinzeit? Welche bahnbrechenden Erfindungen veränderten ihr Leben? Wie sah die Kindheit vor vielen hunderttausend Jahren aus?

Mehrere Klassen des fünften Jahrgangs sind diesen Fragen nicht nur im FiT-Unterricht, sondern auch im Rahmen eines Ausflugs im Landesmuseum für Natur und Mensch in Oldenburg auf den Grund gegangen. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler eine interaktive Zeitreise in die Vorzeit unternehmen. In der Sonderausstellung Steinzeit LIVE! durften sie steinzeitliche Kleidung anziehen, Werkzeuge wie den Faustkeil ausprobieren und in einer nachgebauten Höhle gemeinsam am Feuer sitzen. Außerdem tauchten Schüler*innen und Lehrkräfte ein in die rätselhafte Bilderwelt der Steinzeit. Ausgestellte Höhlenmalereien und Skulpturen gaben einen spannenden Einblick in die Alltagswelt unserer Vorfahren. Abschließend wurden die Klassen noch einmal selbst tätig: Mit Farben aus Naturmaterialien konnten sie das Bemalen von Felswänden nachempfinden.

Dieser Ausflug war nicht selbstverständlich. Erst wenige Wochen zuvor öffneten die Museen wieder ihre Tore für Schulklassen. Kurz vor den Sommerferien konnten die Fünftklässler, die von den Einschränkungen der Pandemie besonders betroffen waren, endlich gemeinsam unterwegs sein und damit ihre Klasse besser kennenlernen. Nicht nur, aber auch deshalb, haben wir unseren Ausflugstag alle sehr genossen!