igs Delmenhorst

Eine Schule für alle Kinder!

Navigating a New Age – Besuch der OlMUN 2024

In politisch und gesellschaftlich turbulenten Zeiten braucht es Mut für das Einstehen für Werte und Meinungen. Dass Verhandlungen über einen Konsens einerseits langwierig und anstrengend, andererseits aber auch die Grundlage für neue Bekanntschaften sein können, haben 11 Schüler:innen aus den Jahrgängen 10 und 12 nun selbst erleben dürfen. Vom 04.06. bis zum 07.06. nahmen sie an den Verhandlungen in verschiedenen Komitees, wie zum Beispiel der UNESCO, teil. Sie erfuhren so mehr über Prozesse der Vereinten Nationen, lauschten den Vorträgen der Delegationen auf der Verhandlungssprache Englisch und beteiligten sich am Austausch von Gerüchten.

Bereits in der Projektwoche bereiteten sich die Delegierten der IGS intensiv auf die gesellschaftliche und politische Lage der Länder, die sie repräsentieren würden, vor.

Seit bereits mehr als 20 Jahren findet die OlMUN, eine Simulation der Vereinten Nationen mit mehr als 700 Teilnehmenden in Oldenburg statt. David McAllister, der nun bereits zum dritten Mal Schirmherr der Konferenz war, bedankte sich für das Engagement der Organisatoren, vorrangig Schüler:innen und Student:innen, und nutzte die Gelegenheit, um an die anstehende Europawahl zu erinnern. Den Aufruf zur Beteiligung wiederholten auch Petra Averbeck (Bürgermeisterin der Stadt Oldenburg) und Jan-Christoph Oetjen (Vizepräsident des europäischen Parlaments), die beide als Gastredner zur Auftaktveranstaltung in der Weser-Ems-Halle eingeladen waren.

Fest der Kulturen in Jahrgang 5

Griechischer Tanz, Sushi und hawaiianische Blumenkunst – die Vorhabenwoche im 5. Jahrgang stand unter dem Oberthema „Kulturelle Vielfalt“. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich eine Woche lang mit Tänzen, Frisuren, Kunst, Märchen und Gerichten aus verschiedenen Ländern und fertigten Produkte und Beiträge für das gemeinsame Fest am letzten Projekttag an. Gemeinsam mit Eltern und Geschwistern feierten die Schülerinnen und Lehrkräfte am 26.04. ein buntes Fest, bei dem gemeinsam gegessen, die Ergebnisse auf dem Basar betrachtet und die Tanzbeiträge beklatscht wurden. Bei einer Kunstauktion mit von Schülerinnen und Schülern hergestellten Kunstwerken wurden Spenden gesammelt, die nun, auf Wunsch der Fünftklässlerinnen und Fünftklässler, Kindern in Not zugute kommen sollen.

Vorhaben in Jg.6: Soziales Miteinander

Im 6. Jahrgang haben wir uns in der zweiten Vorhabenwoche des Schuljahres dem Thema „Soziales Miteinander“ gewidmet. Werte, wie Teamgeist, Fairness, Respekt und Toleranz spielten dabei eine große Rolle. Sechs unterschiedliche, klassenübergreifende Workshops sorgten für ein vielfältiges Vorhabenprogramm, das die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs selbst wählen konnten. Die spannenden Workshopthemen luden dazu ein, sich auf verschiedenen Lernwegen miteinander zu beschäftigen und das Miteinander miteinander zu stärken:

Sport: Miteinander statt gegeneinander 

Verantwortung übernehmen auf Social Media 

In diesem Workshop haben wir viel über die sozialen Medien gelernt, u.a. wie man respektvoll miteinander umgeht. Wir haben auch über private Informationen gesprochen, die man lieber nicht im Internet oder über WhatsApp, Snapchat und Tik Tok teilen sollte. Wir wissen jetzt auch, was Hate speech ist. Mir persönlich hat dieser Workshop sehr gut gefallen, da ich viele Sachen dazugelernt habe, die ich vorher noch nicht wusste.

(Luisa)

Respektvoll diskutieren

Wir machen Theater 

Im Workshop haben wir am ersten Tag eine gemeinsame Story erstellt, indem wir einen Satz auf einen Zettel geschrieben und ihn in der Runde weitergegeben haben bis wir den Zettel wieder hatten. Im Anschluss haben wir die Stories auf den Boden gelegt und jede Kleingruppe durfte sich eine Story aussuchen, zu der wir einen Film drehen wollten. Am nächsten Tag haben wir ein Skript geschrieben und angefangen, unseren Film zu drehen. Als letztes haben wir einen Trailer gedreht und den Film geschnitten. 

Gemeinschaftsbilder malen 

Am Anfang der Woche haben wir ein Bild von Gerhard Richter angeschaut. Wir haben überlegt, mit welchen Werkzeugen er das Bild geschaffen hat und mit welchen Techniken. Wir haben über Techniken, wie z.B. das Spachteln oder Rakeln, gesprochen. Dann endlich bekamen wir unsere erste Aufgabe und wir haben die Techniken ausprobiert. Wir hatten viel Spaß daran. Die Techniken waren sehr cool. Als wir dann die Gruppen zusammengestellt und die großen Leinwände bekommen haben, überlegten wir, welche Farben wir für den Untergrund nutzen wollen. Danach haben wir zusammen als Team die verschiedenen Techniken auf der Leinwand angewendet. 

(Mira)

Gruppentanz zu  „Happy“

Die Vorhabenwoche haben wir mit einem leckeren Klassenfrühstück sowie mit einer Präsentation der Ergebnisse aus den Workshops abgeschlossen. 

An Apple a Week – Gesundheitsförderung durch Obst- und Gemüsekisten

Jeden Dienstagmorgen macht sich der Frühstückdienst der Jahrgänge 5 und 6 auf den Weg, denn dann werden sie mit frischen Gemüsekisten eines lokalen Anbieters beliefert. Das Ziel des Projekts ist es, gesunde Essgewohnheiten zu fördern und den Zugang zu frischem Obst und Gemüse zu erleichtern.

Die Schülerinnen und Schüler freuen sich auf die frischen Leckereien und auch die Lehrkräfte haben den positiven Einfluss des Projekts auf die Schüler bemerkt. Sie sehen es als Möglichkeit, das Bewusstsein für gesunde Ernährung zu stärken.

Das durch das EU-Schulprogramm Niedersachsen geförderte Projekt ist ein Beispiel dafür, wie Schulen dazu beitragen können, die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Schülerinnen und Schüler zu fördern, während sie gleichzeitig lokale Landwirte unterstützen und das Bewusstsein für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion schärfen.

Kunst und Poesie – Ergebnisse des Quartals „Wir erleben die Natur“

Im dritten Quartal beschäftigten die Schülerinnen und Schüler des fünften Jahrganges sich mit dem Aufbau von Pflanzen, dem Verfassen von Naturgedichten, dem Umgang des Menschen mit der Natur und dem Nutzen der Natur für den Menschen. Ihre Erkenntnisse verarbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Naturgedichten und dazu passenden Kunstwerken am Ende des FiT Quartals.

Rückblick auf das erste Vorhaben 2024

Soviel Applaus schallt nicht jeden Tag durch unsere IGS: Während die Oberstufe ihre Ergebnisse erst in der nächsten Woche präsentiert, fand unsere Projektwoche am letzten Freitag für die Sekundarstufe I ihren Höhepunk. An diesem stellten Schülerinnen und Schüler ihren Klassen im Rahmen von Präsentationen, Ausstellungen und vielem mehr vor, mit welchen Themen sie sich eine Woche lang intensiv beschäftigt haben wie beispielsweise typischen süßen Nachspeisen in deutschen Bundesländern. Was sicher ab nächster Woche allen auffallen wird: An vielen Stellen wurde unsere Schule verschönert. Danke an alle, die sich hier engagiert haben!

Unser Vorhaben startet

In den Jahrgängen 5 bis 12 finden Vorhaben einmal pro Halbjahr Vorhaben statt. In diesen Projekttagen setzen sich die Jahrgänge mit selbst gewählten Themenstellungen auseinander. Die Schüler und Schülerinnen erhalten die Möglichkeit, unter Anleitung neue Arbeitstechniken auszuprobieren. Diese stärker individualisierte, Fächer übergreifende und selbst bestimmte Unterrichtsform mündet für die Sekundarstufe I nach 5 Unterrichtstagen in einer Präsentation der sehr unterschiedlichen Arbeitsergebnisse, zu der die Eltern eingeladen werden. Die Oberstufe arbeitet sogar 1,5 Wochen an ihren Projekten.

MdL Lena Nzume zu Gast in der IGS-Delmenhorst

Frau MdL Lena Nzume, Sprecherin für Bildungspolitik bei Bündnis 90 Die Grünen, war zu Besuch an der IGS Delmenhorst. An dem Austausch über aktuelle bildungspolitische Themen, insbesondere Inklusion, haben Frau Dr. Roy (RLSB), Herr Kolbe (Schulamt Stadt Delmenhorst), Patricia Groth und Heiko Weber (Schulleitung IGS) sowie Lisa Araz, Anil Günal und Nils Müller als Vertretung der Schüler*innen teilgenommen.  

IGS Schoolcast Folge 10: Der strengste Lehrer, Gyrospizza & der richtige Durchblick

In der zehnten Folge des IGS Schulpodcasts “The 1st One” wird es turbulent und vielseitig. Die Schülerinnen und Schüler der IGS Del nehmen ihre Hörer mit auf eine Reise durch die aktuellen Themen, die sie beschäftigen.

Die Episode beginnt mit einer lebhaften Diskussion über die neuesten Gerüchte und Spekulationen rund um das heiß ersehnte Videospiel GTA 6.
Doch schnell wechselt das Thema, als die Schülerinnen und Schüler über ihre Erfahrungen mit dem strengsten Lehrer und weiteren an der Schule berichten.

Ein Höhepunkt der Folge ist sicherlich die Debatte über Gyrospizza und den vermutlich besten Griechen Delmenhorst.

Schließlich tauchen die Schülerinnen und Schüler in die Welt der Berufsträume ein und sprechen über die faszinierende Arbeit eines Optikers.

Mit einer Mischung aus Humor, Lebendigkeit und tiefgründigen Diskussionen bieten die Schülerinnen und Schüler in dieser Folge von “The 1st One” einen unterhaltsamen Einblick in ihr Schulleben und die Themen, die sie bewegen.

Gedenken und Erinnern an die Verbrechen der Nationalsozialisten in Nord-Griechenland

Zum zweiten Mal hat in diesem Jahr der Schüleraustausch zwischen den Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 10-12 der Integrierten Gesamtschule Delmenhorst und denen dreier Lyceen aus Ptolemaida, Nordgriechenland, stattgefunden. Vom 28. Februar bis 06. März durfte sich die Schule über 12 Jugendliche aus Ptolemaida freuen, welche von drei Lehrkräften begleitet wurden. Programmpunkte waren in diesem Jahr u.a. der Besuch des U-Boot-Bunkers in Farge und ein Online-Meeting mit Jochen Gümbel, einem Nachfahren indirekter Linie des Kriegsverbrechers Ludwig Gümbel, der als leitender Offizier für die Massenmorde in Ermakia, Pirgi und Messovouno im Vermion in Nordgriechenland zuständig war. 

Jochen Gümbel selbst ist in einer liberalen Familie aufgewachsen, ist IT-Vertriebsmitarbeiter und lebt in der Pfalz. Als er seine Familienstammbäume in die Hände bekam, ließen diese befürchten, dass sein eigener Großvater sogar Träger des Blutordens war, deren Träger waren am ersten Putschversuch Hitlers beteiligt gewesen. 

Wie viele seiner Generation dachte Jochen Gümbel lange, dass seine Vorfahren keine Nationalsozialisten gewesen waren, die meisten Menschen hüllten sich in einen Mantel des Schweigens, er musste jedoch zu seinem Leid erfahren, dass sein Großvater einer der ersten Parteimitglieder der NSDAP und ‘Träger des Goldenen Parteiabzeichens‘ und dessen Cousin, Ludwig Gümbel, sogar ein Kriegsverbrecher war, nämlich jener Ludwig Gümbel, der zum Massenmörder in Nordgriechenland wurde. Bei seiner Recherche brachte J. Gümbel vor allem das Alter seiner Vorfahren zum Nachdenken, diese waren damals 17 und 19 Jahre alt, als sie zu den ersten Nazis der Weimarer Republik wurden. Was veranlasst einen Menschen, sich solch einer menschenverachtenden Ideologie zuzuwenden? Wie hätte er selbst damals gehandelt? Wäre er in den Widerstand gegangen und gegen den eigenen Nazi-Vater gehandelt?

Aus heutiger Sicht beantwortet er diese Frage mit einem klaren „Nein“, aber dass dieser Widerstand sehr viel Mut erforderte, wissen wir nicht erst seit den Geschwistern Scholl.

Von diesem Forschen und den Ergebnissen, die zu Jochen Gümbels Erleichterung ergaben, dass die Verwandtschaft nur indirekt vorhanden war und auch Theodor Heuss, der erste Bundespräsident der Nachkriegszeit, also ein Mann, auf den man durchaus stolz sein kann, zu seinen Vorfahren gehört, berichtet er den Schülerinnen und Schülern, die ihn immer wieder mit neugierigen Fragen löcherten. Eindringlich beendete er seinen Vortrag mit dem Appell, solche Dinge nie wieder geschehen zu lassen und deshalb die Erinnerung an diese Verbrechen für immer zu bewahren.

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